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gen 12 Uhr trudelten alle Teilnehmer*innen am Trepunkt beim Bootshaus in Ahlen mit großer Vorfreude ein. Erstmal hat man sich gegenseitig begrüßt, neue Leutek ennengelernt und sich angeregt unterhalten. Einige haben sich nach vielen Jahren wiedergesehen. Ich sag immer wieder: Klein ist die Welt! Besonders schön: Auch viele,die von weiter weg kamen, haben die Fahrt auf sich genommen, freiwillig natürlich, aber so eine Strecke fährt man eben auch nicht jeden Tag. Umso schöner, dass sie dabei waren! Genau das macht unsere Community aus, dass man auch längere Wege in Kauf nimmt, um sich zu begegnen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.
Zu unserer großen Freude spielte auch das Wetter mit!
Nachdem alle Teilnehmer*innen eingetroffen waren, gab es eine kurze Begrüßung von den Organisatoren von Deaf Ohr Alive Nordrhein-Westfalen. Anschließend gab es von Ralf vom Kanu-Verein Ahlen e.V. eine charmante Einweisung,
begleitet von Heiko, der für uns in Gebärdensprache übersetzte. Ralf erklärte uns Grundlegendes sowie die Grundtechniken beim Paddeln und wer wo und wie im Kanu sitzen sollte. Ralf hatte übrigens immer einen lockeren Spruch auf Lager und sorgte immer wieder für einige Lacher. 
Danach wurden die Teams in 2er-, 3er- und 4er-Kanus aufgeteilt. Nach und nach wurden die Kanus ans Ufer geschleppt und auf die Lippe abgelassen. Bevor es losging, musste natürlich noch ein schönes Gruppenfoto her. Dafür sollten alle vollbesetzten Kanus nebeneinander aufgestellt werden. Es war ein lustiger und etwas mühsamer Akt, da einige noch nie oder schon lange nicht mehr gepaddelt hatten und erstmal ein Gefühl dafür bekommen mussten. Aber es hat sich gelohnt!
Anschließend begann die Tour und alle paddelten wild drauf los, manche noch ohne Plan und Gefühl, abermit der Zeit wurde es immer besser. Begleitet wurde die Tour von den Organisatoren des KV Ahlen, die mit ihren Kajaks
unterwegs waren und dafür sorgten, dass wir vorwärts kamen und nicht in einem Strudel landeten.
Superspannend war auch, wie die Kommunikation auf dem Kanu funktionierte. Einige Teilnehmer*innen haben sich dafür entschieden, ihre CIs abzulegen und waren somit taub. An sich kein Problem, da viele die Gebärdensprache beherrschen und sich so gut verständigen konnten. Blöd nur, wenn im Kanu alle in einer Reihe nach vorne sitzen und
dannbekommt man hinter sich nicht mehr viel mit.

Aber auch das war kein Hindernis,denn Ghörlose und Schwerhörige finden immer einen Weg, solche Situationen zu meistern.
Kleinewitzige Anekdote: Während der Tour verlor Alexis ihre Mütze im Wasser. Ein 4er-Kanu versuchte, ohne
große Rücksicht auf Verluste, eine Rettungsaktion zu starten. Das gelang auch, allerdings musste Wiebke, die ganz vorne saß, dafür mit einem Strauch am Uferrand kuscheln. Doch das war allen egal, denn die Mütze konnte gerettet und Alexis während der Tour zurückgegeben werden. Sie bedankte sich und freute sich einerseits auch über
die kleineErfrischung, als sie die Mütze wieder aufsetzte.

Beieinigen Kanufahrer*innen packte zwischendurch der Ehrgeiz, und so kam es streckenweise zu kleinen Wettrennen. Der ein oder andere Rempler blieb dabei nicht aus. Trotzdem blieb alles fair und der Spaß stand ganz klar im Vordergrund! Die Tour war ca. 5km lang und dauerte insgesamt etwa 1,5 Stunden.
Am Ende der Tour wurden wir vom Vereinstransporter abgeholt und wieder zurück zum
Bootshaus gebracht. Zum Abschluss wurde der Grill angeschmissen und wir haben es uns bei Getränken und
Speisen gut gehen lassen. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren Daniel, Tobias und Franziska von Deaf Ohr
Alive Nordrhein-Westfalen und dem CIV NRW e.V., die eine solche Veranstaltung
möglich gemacht haben.
Ein besonderer Dank geht auch an den Kanu-Verein Ahlen e.V.
Undnicht zu vergessen: Einen besonderen Dank an Gabriela, die ebenfalls als erfahrene
Fahrerin mit dem Kajak unterwegs war, für uns in Gebärdensprache dolmetschte und
viele schöne Fotos gemacht hat.
Gerne wieder!
Jannik und Wiebke (Deaf Ohr Alive Osnabrück)